Liebe Sandra K.!

19.7.2018

Ich habe lange überlegt, was ich tun soll.

Du wirst diese Zeilen wohl niemals lesen, aber dennoch habe ich mich entschlossen, einen offenen Brief an Dich zu schreiben.

 

Es ist jetzt fast 4 Wochen her, daß ich Dir mein Vertrauen geschenkt habe, und Du es offensichtlich mißbraucht und mich enttäuscht hast.

Du hast von mir auf der Kieler Woche 2 Mützen mitbekommen, ohne sie direkt bezahlen zu müssen. Du hattest nicht genug Bargeld dabei, und wir hatten auf dem Stand nicht die Möglichkeit, Deine EC-Karte zu belasten, mit der Du hättest zahlen können.

 

Wie hätte ich Dir nicht vertrauen können?

Zum Einen möchte ich prinzipiell an das Gute im Menschen glauben.

Zum Anderen machtest Du so einen netten und offenen Eindruck - unterwegs mit Deinen beiden Kindern und vermutlich Deiner Mutter oder Schwiegermutter.

Und hätte ich Deinen kleinen Sohn enttäuschen sollen, der dieses unglaubliche Strahlen im Gesicht hatte, als er zu seinem Feuerwehr-Regenmantel eine Feuerwehr-Mütze bekommen sollte? 

 

Wann hast Du beschlossen, daß Du Dich nicht melden und nicht bezahlen wirst?

In dem Moment, in dem Du Dich umgedreht hast? Macht Gelegenheit wirklich Diebe?

Außer Deinem Namen habe ich schließlich keine Angaben von Dir, und vielleicht ist sogar der falsch.

 

Eigentlich ist es nie zu spät, das Richtige zu tun.

Ich gehe zwar nicht davon aus, daß ich jemals wieder von Dir hören werde.

Aber vielleicht denkst Du mal drüber nach, wie Du Dich an meiner Stelle fühlen würdest.

Zuguterletzt wünsche ich mir, daß sich Deine Kinder weiter über ihre Mützen freuen.

Und daß hoffentlich sie zu guten Menschen werden.

Please reload

    Aktuelle Einträge
    Please reload

    Tags